Legal AI

Stand 26.09.2026

Was ist Legal AI?

Legal AI bezeichnet Anwendungen künstlicher Intelligenz für juristische Arbeit: Recherche, das Entwerfen und Prüfen von Dokumenten, die Auswertung großer Aktenbestände und die Kommunikation mit Mandanten. Der Begriff ist kein Rechtsbegriff, sondern eine Sammelbezeichnung, die heute meist Werkzeuge auf Basis großer Sprachmodelle meint.

Inhalt

Dieser Text beschreibt, was die genannten Vorschriften sagen. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

Legal AI ist ein Sammelbegriff. Gemeint sind Anwendungen künstlicher Intelligenz, die juristische Arbeit unterstützen. Seit große Sprachmodelle Texte verstehen und formulieren können, ist der Begriff in Kanzleien angekommen. Diese Seite ordnet ein, was darunter fällt, wo die Grenzen liegen und welche Regeln gelten.

Legal Tech ist der weitere Begriff. Er umfasst jede Technik, die juristische Arbeit unterstützt: Kanzleisoftware, das beA, digitale Akten, Online-Formulare. Legal AI ist der Teil davon, der mit künstlicher Intelligenz arbeitet, heute meist mit großen Sprachmodellen.

Ein Sprachmodell erzeugt Text, indem es aus sehr großen Textmengen gelernt hat, welche Formulierung wahrscheinlich folgt. Das macht es stark beim Zusammenfassen, Umformulieren und Strukturieren. Es macht es aber nicht zu einer Datenbank, die Fakten verlässlich nachschlägt.

Einsatzfelder in der Kanzlei

In Kanzleien begegnet Legal AI vor allem in diesen Feldern:

  • Recherche: Fragen in natürlicher Sprache stellen und Fundstellen erhalten.
  • Entwürfe: Schreiben, Klauseln und Schriftsätze vorformulieren lassen.
  • Dokumentenprüfung: Verträge oder große Aktenbestände auf bestimmte Punkte durchsehen.
  • Zusammenfassen und Übersetzen: lange Dokumente verdichten, fremdsprachige Unterlagen verständlich machen.
  • Mandantenannahme: Anrufe annehmen, das Anliegen erfragen und strukturiert übergeben.

Die Felder unterscheiden sich darin, wer das Ergebnis sieht. Ein Entwurf geht erst über den Schreibtisch des Anwalts. Ein Telefonassistent spricht direkt mit dem Anrufer.

Was Sprachmodelle können und was nicht

Sprachmodelle formulieren flüssig und überzeugend, auch dann, wenn der Inhalt nicht stimmt. Sie können Fundstellen, Aktenzeichen oder Zitate erzeugen, die es nicht gibt. Deshalb braucht jedes Ergebnis, das in eine rechtliche Einschätzung einfließt, eine Prüfung durch einen Menschen.

Daraus folgt eine einfache Aufteilung: Legal AI kann vorbereiten, sortieren und entlasten. Die rechtliche Bewertung, die Beratung und die Verantwortung bleiben beim Anwalt. Werkzeuge, die direkt mit Mandanten sprechen, sollten deshalb klar begrenzt sein.

Der Rechtsrahmen

Für Legal AI gibt es kein eigenes Kanzleigesetz. Es gelten die bestehenden Regeln:

  • Berufsrecht: Die Schweigepflicht nach § 43a Abs. 2 BRAO gilt auch für Informationen, die in ein KI-Werkzeug eingegeben werden. Bekommt ein externer Anbieter Zugang zu solchen Tatsachen, regelt § 43e BRAO die Voraussetzungen.
  • Strafrecht: § 203 StGB schützt das Berufsgeheimnis auch gegenüber mitwirkenden Personen.
  • Datenschutz: Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag der Kanzlei, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO zu betrachten.
  • KI-Verordnung: Der AI Act verteilt Pflichten auf Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, darunter Transparenzpflichten und Regeln zur KI-Kompetenz.

Fragen bei der Auswahl eines Werkzeugs

Aus diesem Rahmen ergeben sich Fragen, die sich zu jedem Legal-AI-Werkzeug stellen lassen:

  • Wo werden die Daten verarbeitet und gespeichert?
  • Werden Eingaben oder Ergebnisse zum Training von Modellen verwendet?
  • Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag und eine Verschwiegenheitsverpflichtung?
  • Wer beim Anbieter kann auf Inhalte zugreifen?
  • Spricht das Werkzeug direkt mit Mandanten, und weist es sich dabei als KI aus?
  • Wo endet die Aufgabe des Werkzeugs, und wo beginnt die des Anwalts?

LexDial ist die Mandantenannahme für Kanzleien: KI-Telefonie und KI-Sekretariat für Anwälte. Der Assistent nimmt Anrufe an, weist sich als KI aus, erhebt den Sachverhalt mit Rückfragen passend zum Rechtsgebiet und übergibt eine strukturierte Fallnotiz. Notfälle stellt er an eine hinterlegte Mobilnummer durch.

Die Grenzen sind festgelegt: keine Rechtsberatung, keine Termine im Namen der Kanzlei, kein Training mit Gesprächsdaten. Anrufernummer, Transkript und Zusammenfassung werden mit AES-256-GCM verschlüsselt gespeichert, mit einem eigenen Schlüssel je Kanzlei.

Kurz beantwortet.

Ist Legal AI dasselbe wie Legal Tech?

Nein. Legal Tech umfasst jede Technik für juristische Arbeit. Legal AI ist der Teil davon, der mit künstlicher Intelligenz arbeitet, heute meist mit großen Sprachmodellen.

Kann Legal AI Rechtsberatung ersetzen?

Legal AI kann vorbereiten, sortieren und entwerfen. Sprachmodelle können aber falsche Inhalte überzeugend formulieren. Die rechtliche Bewertung und die Verantwortung bleiben beim Anwalt.

Welche Regeln gelten für Legal AI in der Kanzlei?

Die bestehenden: Schweigepflicht nach § 43a BRAO, § 43e BRAO für externe Dienstleister, § 203 StGB, die DSGVO und die KI-Verordnung der EU.

Was macht LexDial als Legal AI?

LexDial nimmt Anrufe für Kanzleien an, erfragt das Anliegen und übergibt eine strukturierte Fallnotiz. Es berät nicht, vergibt keine Termine und trainiert keine Modelle mit Gesprächsdaten.

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