Telefon­service für Rechts­anwälte.

Fünf Wege, die Anrufannahme Ihrer Kanzlei abzudecken. Was sie kosten, was sie leisten und wo jeder an seine Grenze stößt.

Stand: 26.09.2026

Anrufannahme in der Kanzlei.

Ein Telefonservice für Rechtsanwälte nimmt Anrufe entgegen, wenn die Kanzlei es selbst nicht kann. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Am Telefon entscheidet sich, ob aus einer Erstanfrage ein Mandat wird, ob eine Frist rechtzeitig auf dem Tisch liegt und ob die Verschwiegenheit gewahrt bleibt.

Ein Anruf in einer Kanzlei ist selten Routine. Am anderen Ende sitzt jemand, der gekündigt wurde, eine Abmahnung im Briefkasten hatte oder gerade vom Gericht kommt. Diese Person erzählt ihre Geschichte in der Reihenfolge, in der sie ihr einfällt, nicht in der Reihenfolge, die eine Akte braucht.

Diese Seite zeigt die fünf Wege, die deutschen Kanzleien offenstehen, was sie realistisch kosten und wo jeder von ihnen an seine Grenze stößt. Sie schließen sich nicht aus: Viele Kanzleien kombinieren zwei davon.

Ein Telefonservice für Rechtsanwälte nimmt Anrufe entgegen, wenn die Kanzlei es selbst nicht kann. Das ist das Minimum.

  • Den Anrufer erkennen.Mandant, Erstanfrage, Gegenseite, Gericht oder Werbung. Jede Gruppe braucht eine andere Reaktion.
  • Nachfragen, was fehlt.Nicht mitschreiben, was gesagt wird, sondern fragen, was die Akte braucht.
  • Dringendes erkennen.Was sofort zu Ihnen muss, muss sofort zu Ihnen. Ohne zu beraten.
  • Sauber übergeben.Eine Notiz, mit der die Kanzlei am nächsten Morgen arbeiten kann.

Mandanten­annahme beginnt am Telefon.

Wer für eine Kanzlei ans Telefon geht, erledigt mehrere Dinge gleichzeitig. Er erkennt den Anrufertyp, und die Gegenseite erfährt nichts über den Bearbeitungsstand. Er nimmt den Sachverhalt strukturiert auf: Bei einer Kündigung ist das Zugangsdatum entscheidend, bei einer Abmahnung die gesetzte Frist.

Er schätzt die Dringlichkeit ein, ohne zu beraten. Eine Haftsache oder eine einstweilige Verfügung mit Frist am Folgetag gehört sofort durchgestellt, eine allgemeine Frage zum Erbrecht nicht. Er wahrt die Verschwiegenheit, denn wer Mandantengespräche annimmt, wird zur mitwirkenden Person im Sinne von § 203 StGB. Und er übergibt eine Notiz, mit der die Kanzlei sofort arbeiten kann, statt erst zurückzurufen, um zu erfahren, worum es ging.

An diesem Anforderungsprofil scheitern allgemeine Telefonservices nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Struktur. Dieselbe Person betreut in derselben Schicht eine Zahnarztpraxis, einen Handwerksbetrieb und eine Kanzlei. Juristische Vertiefung ist in diesem Modell nicht vorgesehen. Wer Anrufannahme einkauft, sollte deshalb die Qualität der Übergabe zum Hauptkriterium machen, nicht allein die Erreichbarkeit.

Die Möglichkeiten nebeneinander.

Eigene KraftExterner ServiceCallcenterAnrufbeantworterKI-Assistent
ErreichbarBürozeiten24/7 gegen Aufpreis24/7 gegen AufpreisImmer, aber passivDurchgehend
Parallele AnrufeNeinBegrenztJaJaJa
Rückfragen zum FallJaNach SkriptNeinNeinJe Rechtsgebiet
Notfall durchstellenJaNach RegelSeltenNeinAn eine hinterlegte Nummer
ÜbergabeSehr gutSkriptabhängigName und NummerRohaufnahmeNotiz mit Wortlaut
Persönliche BindungSehr hochMittelGeringKeineGering
Kosten im Monat1.380 bis 3.060 € brutto, plus Nebenkosten0 bis rund 190 € plus Anrufe und Minutenje Anruf oder Minutenahezu 0 €69 bis 329 €

Telefonservice laut Preisseiten von ebuero, anwaltssekretariat.de, starbuero und phonea, Stand 09/2026, netto. Sekretariat: Bruttomonatslohn einer Rechtsanwaltsfachangestellten laut WSI-Lohnspiegel, abgerufen 09/2026, ohne Arbeitgeberanteil und Nebenkosten; Halbtags anteilig gerechnet. Verbindlich ist das Angebot des jeweiligen Anbieters. LexDial: Listenpreise, netto.

Die fünf Wege im Einzelnen.

Eigene Sekretariatskraft
Eine Person in der Kanzlei nimmt Anrufe entgegen, neben Akten, Fristen und beA. Sie kennt Mandanten, Akten und Zuständigkeiten und übernimmt alles jenseits des Telefons. Dafür ist sie nur zu Bürozeiten da, führt ein Gespräch gleichzeitig, und jeder Anruf unterbricht die Fristenarbeit.
Externer Telefonservice
Mitarbeitende eines Dienstleisters melden sich mit dem Kanzleinamen, arbeiten ein hinterlegtes Skript ab und schicken die Notiz per E-Mail oder Portal. Randzeiten und 24/7 sind gegen Aufpreis möglich, spezialisierte Anbieter schulen juristisch. Mehr dazu unter Sekretariatsservice.
Allgemeines Callcenter
Dieselbe Mechanik ohne Branchenbezug. Der günstigste Weg zu einer menschlichen Stimme, mit hoher Kapazität auch bei Lastspitzen. Die Notiz enthält meist Name, Nummer und Rückrufwunsch; Verschwiegenheit und Auftragsverarbeitung sind vor Vertragsschluss zu klären.
Anrufbeantworter
Kostet praktisch nichts und ist in Minuten eingerichtet. Ein großer Teil der Anrufer spricht aber nicht auf Band, es gibt keine Rückfrage und keine Dringlichkeit, und Notfälle bleiben bis zum nächsten Abhören liegen.
KI-Telefonassistent
Nimmt rund um die Uhr ab, auch bei parallelen Anrufen, fragt je Rechtsgebiet nach und übergibt eine Notiz mit Wortlaut, zu einem festen Monatspreis. Eine bekannte Stimme ersetzt er nicht, Mandatstermine vergibt er nicht. Wie er arbeitet, steht unter KI-Telefonassistent.

Was ein Telefonservice für Anwälte kostet.

Preise lassen sich nur vergleichen, wenn man die Rechnung zu Ende führt. Der Stundensatz einer Sekretariatskraft ist nicht ihr Bruttogehalt, und der Minutenpreis eines Telefonservices ist nicht die Monatsrechnung.

Zum Bruttogehalt kommen Arbeitgeberanteil, Urlaub, Krankheit, Arbeitsplatz und Einarbeitung. Schon das Bruttogehalt einer Rechtsanwaltsfachangestellten liegt laut WSI-Lohnspiegel bei 2.620 bis 3.060 € im Monat in Vollzeit, anteilig rund 1.380 bis 1.610 € für 20 Wochenstunden. Externe Telefonservices nennen auf ihren Preisseiten eine Grundgebühr von 0 bis rund 190 €, dazu je angenommenem Anruf 0,59 bis 1,70 € und je Gesprächsminute bis 1,39 €, Stand 09/2026. Für die Annahme rund um die Uhr kommen Aufschläge dazu.

Der entscheidende Unterschied ist der Kostenverlauf. Minutenmodelle werden genau dann teuer, wenn es gut läuft: 100 Anrufe zu je drei Minuten kosten bei ebuero im Einsteigertarif 615,90 € (59,90 € Grundgebühr, dazu je 1,39 € für jede Anrufannahme und jede Minute). Eine Stelle kostet unabhängig vom Anrufaufkommen gleich viel. Ein Tarif mit Paket bleibt planbar. Rechenbeispiele stehen unter KI-Telefonassistent Kosten.

Wo ein Mensch am Telefon besser ist.

  • Bei Mandanten, die Ihre Stimme kennen.Ruft ein langjähriger Mandant an, der das Sekretariat kennt, ist jede Automatisierung ein Rückschritt.
  • Wenn es um mehr als das Telefon geht.Post, Besucher, Akten: Ein Büroservice deckt mehr ab als die Anrufannahme.
  • Wenn ein Gespräch aus dem Rahmen fällt.Ein erfahrener Mensch improvisiert besser als jedes System.

Was in einer Kanzlei anders ist.

Ein Telefonservice für eine Kanzlei ist kein Telefonservice mit anderem Firmennamen. Einige Punkte gehören vor jeden Vertragsschluss.

Verschwiegenheit ist strafbewehrt. § 203 StGB stellt die Offenbarung anvertrauter Geheimnisse unter Strafe. Absatz 3 erlaubt die Einbindung mitwirkender Personen, verlangt dafür aber eine ausdrückliche Verpflichtung zur Geheimhaltung. Bei einem menschlichen Telefonservice betrifft das jede einzelne Person, die Anrufe entgegennimmt, nicht nur den Anbieter.

Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Pflicht. Sobald ein Dritter Mandantendaten verarbeitet, braucht es einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO. Was darin stehen sollte, steht unter Auftragsverarbeitungsvertrag, was das Berufsrecht für Dienstleister verlangt, unter § 43e BRAO. Die Kollisionsprüfung vor der Mandatsannahme bleibt Sache der Kanzlei.

Fristen verzeihen nichts. Nennt ein Anrufer ein Datum, das eine Frist auslöst, muss das noch am selben Tag in der Kanzlei ankommen. Die Gegenseite erfährt nichts. Ein Skript, das jeden Anrufer gleich behandelt, ist hier ein Risiko.

Das ist ein Überblick über den Wortlaut der Normen, keine Rechtsberatung. Die berufsrechtliche Bewertung bleibt bei Ihnen.

Wie LexDial die Anrufannahme übernimmt.

LexDial ist ein KI-Telefonassistent, gebaut für deutsche Anwaltskanzleien. Er meldet sich mit dem Kanzleinamen, fragt nach der Einwilligung, ordnet den Anrufer ein und erhebt den Sachverhalt mit Fragen zur Fallart. Notfälle stellt er an eine hinterlegte Nummer durch. Termine vergibt er nicht; er hält den Rückrufwunsch samt Erreichbarkeit fest.

Eingehende Anrufe22:14
  • Bekannte NummerDirekt zu Ihnen, ohne KI-Begrüßung
    Durchgestellt
  • Neuer AnruferDer Assistent nimmt auf
    Notiz liegt bereit
  • NotfallSofort an Ihre hinterlegte Nummer weitergeleitet
    Durchgestellt

In drei Stufen einführen.

Der häufigste Fehler bei der Umstellung ist, alles auf einmal zu ändern. Bewährt hat sich ein Einstieg in drei Stufen.

1Randzeiten
Die Weiterleitung greift nur nach Feierabend, am Wochenende und an Feiertagen. Tagsüber ändert sich nichts, und die Kanzlei sieht zum ersten Mal, wie viele Anrufe außerhalb der Bürozeiten eingehen.
2Überlauf
Zusätzlich springt der Assistent ein, wenn tagsüber nach einigen Klingeltönen niemand abnimmt, etwa während eines Mandantengesprächs oder eines Gerichtstermins.
3Erstkontakt
Erstanfragen laufen zuerst über den Assistenten, Bestandsmandanten weiter direkt ins Sekretariat. So bleibt der persönliche Kontakt dort, wo er zählt.

Drei Tarife. Monatlich kündbar.

EinführungspreiseAktuelle Konditionen für Neukunden. Bestandskunden behalten ihren Tarif.

Starter

Für Einzelanwälte, die nachts und im Termin erreichbar sein wollen. 100 Min im Monat.

69 € / Monat

Growth

Für Kanzleien mit höherem Anrufaufkommen. 350 Min im Monat.

179 € / Monat

Premium

Für maximale Erreichbarkeit und Sicherheit. Keine Kosten für zusätzliche Minuten.

329 € / Monat

Zusätzliche Minuten 0,80 € bei Starter und Growth. Alle Preise zzgl. USt.

Häufige Fragen.

Was kostet ein Telefonservice für Rechtsanwälte im Monat?

Die Preisseiten großer Anbieter nennen eine Grundgebühr von 0 bis rund 190 € im Monat, dazu je angenommenem Anruf 0,59 bis 1,70 € und je Gesprächsminute bis 1,39 €, Stand 09/2026. Eine Halbtagskraft im Sekretariat verdient anteilig rund 1.380 bis 1.610 € brutto, vor Nebenkosten. LexDial kostet 69 bis 329 €, netto.

Wie ist die Verschwiegenheit bei LexDial geregelt?

Den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO erhalten Sie im Onboarding. Nummer, Wortlaut und Notiz werden mit einem eigenen Schlüssel je Kanzlei verschlüsselt, die KI-Modelle werden nicht mit Ihren Gesprächsdaten trainiert.

Brauche ich für die Anrufannahme einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Sobald ein Dritter Mandantendaten verarbeitet, ist nach Art. 28 DSGVO ein Auftragsverarbeitungsvertrag erforderlich. Bei LexDial erhalten Sie ihn im Onboarding. Das ist keine Rechtsberatung.

Was passiert bei einem Notfall?

Ein Anrufbeantworter kann nichts tun, ein spezialisierter Telefonservice folgt einer vorab festgelegten Regel. LexDial erkennt Notlagen am Inhalt des Gesprächs und stellt an eine hinterlegte Nummer durch.

Vereinbart ein Telefonservice Mandatstermine?

Klassische Dienste manchmal, wenn ein Kalenderzugriff eingerichtet ist. LexDial tut das bewusst nicht; erfasst wird der Rückrufwunsch samt Erreichbarkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Telefonservice und Callcenter?

Die Mechanik ist dieselbe, der Anspruch nicht. Ein auf Kanzleien spezialisierter Telefonservice schult juristisch und pflegt ein Skript je Kanzlei. Ein allgemeines Callcenter nimmt Name, Nummer und Rückrufwunsch auf.

Welcher Weg passt zu meiner Kanzlei?

Ohne eigenes Sekretariat meist ein KI-Telefonassistent. Mit Sekretariat meist beides: das Team zu den Kernzeiten, die KI abends, am Wochenende und als Überlauf. Bei sehr wenigen Anrufen genügt oft eine Weiterleitung auf das Mobiltelefon.

Was erfährt die Gegenseite, wenn sie anruft?

Bei LexDial keine inhaltlichen Auskünfte zu laufenden Mandaten. Notiert werden Kontaktdaten, Aktenzeichen und Anliegen.

Was ist Mandantenannahme am Telefon?

Die Aufnahme eines neuen Anliegens beim ersten Anruf: wer anruft, worum es geht, wie dringend es ist und wie die Kanzlei zurückrufen kann. Bei LexDial stellt der Assistent dafür die Fragen der erkannten Fallart.

Wie führe ich einen neuen Telefonservice ein?

Am besten in Stufen: zuerst nur nach Feierabend, am Wochenende und an Feiertagen, dann zusätzlich als Überlauf, wenn tagsüber niemand abnimmt, zuletzt auf Wunsch für alle Erstanfragen. Bestandsmandanten bleiben beim Sekretariat.

Was passiert, wenn ein Anrufer nicht einwilligt?

Dann entsteht kein Transkript und keine Zusammenfassung. Die Rufnummer bleibt erhalten, damit Sie zurückrufen können.

Weiterlesen.

KI-Telefonassistent
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Heute Abend klingelt es wieder.